Living-history/ Reenactmentveranstaltungen

"Zeitreise ins Berlin des Jahres 1911, Aufenthalt in der Pension Diana" Nachstellung einer zufälligen Pensionsgesellschaft im Berlin des Jahres 1911, 16.04.2011

"Geburtstagsfeier S.M. Kaiser Wilhelm in Schwerin 1911" Re-enactment der privaten Feierlichkeiten zum Geburtstag S.M. Kaiser Wilhelm II. 1911 in Schwerin, 29.01.2011



"Geburtstagsfeier S.M. Kaiser Wilhelm in Schwerin 1911"

Am 29. Januar 1911 traf sich in der Mecklenburgischen Residenzstadt Schwerin eine gut gelaunte Gesellschaft aus Zivil,- sowie Militärspersonen um den Geburtstag Seiner Majestät Kaiser Wilhelm gebührend nachzufeiern. Nach einer ins Bilde setzenden Stadtführung kehrte die Gesellschaft zur Kaffeetafel ins Kaffeehaus "Antik" ein, wo es vorzüglichste Getränke und feinste Kuchen gab. Neben erheiternden Anekdoten aus der Mecklenburger Residenz wusste der junge Herr Hauptmann die Anwesenden Personen mit Trinksprüchen auf unseren Kaiser und König zu erwärmen. Im Anschlusse, und bei famoser Laune nahmen wir ein Festessen im ehrwürdigen Weinhause Wöhler zu uns. Hier fand der Herr Wachtmeister Schulze die richtigen Worte zu diesem hohen Anlasse. Müde aber mit tadellosen Eindrücken trennte sich die Gesellschaft gegen 12Uhr nachts.








"Zeitreise ins Berlin des Jahres 1911, Aufenthalt in der Pension Diana "

Am 16.04.1911 entfernte ich mich samt Familie von meinem Garnisonsstandort Quedlinburg um auf Urlaub Verwandtschaft in Berlin zu besuchen. Aufgrund beengter Wohnverhältnisse der Köpenicker Verwandtschaft war für mich ein Zimmer in der Mahlsdorfer Pension "Diana", gelegen am Hultschiner Damm, reserviert. Meine Gattin und der Filius waren bei den Verwandten untergebracht, und so begab ich mich gegen 15 Uhr zum Hultschiner Damm um dort mein Zimmer zu beziehen. Erfreut fand ich eine entzückendes Bauwerk mit modern eingerichteten; hellen Räumen vor. Die Wirtsleute begrüßten mich aufs Freundlichste und wiesen mir - nach einer kleinen Konversation zu den Gründen meines Aufenthaltes in der Hauptstadt - den Weg zu meinem Zimmer. Dabei wurde mir berichtet, dass das Haus ausgebucht sei und es ein besonderes Glück wäre das noch ein Zimmer vakant war. Es freute mich zu hören, daß es bei vollem Hause üblich war, alle Gäste zu einer Kaffeetafel im Salon zu laden. Es wurden ausgesucht köstliche Kuchen und Bohnenkaffee serviert. Dabei hatte ich auch Gelegenheit meine Mitbewohner für diesen Tag kennenzulernen. Ein Herr von der Handelsmarine aus Hamburg war geschäftlich mit Gattin und Sohn in der Hauptstadt. Aus dem Herzogtum Mecklenburg reiste die Familie Beckmann an, dessen Familienoberhaupt vieles zu seinem gefragten Steinmetzberuf zu erzählen wusste. Die Tochter der Familie Beckmann lebt in Berlin und hat sich entschieden eine moderne Berufslaufbahn einzuschlagen. Zu meiner Freude waren auch weitere Angehörige des preussischen Militärs anwesend, so hörte ich dies und das aus anderen Garnisonen. Eine besondere Freude war es mir, Unteroffizier Duddeck samt Familie zu treffen. Er stammt nämlich von unserem Schwesterregiment, dem 2. Hann. Dragonerregiment No.16 aus Lüneburg! Erheiternde und nachdenkliche Erlebnisse aus seinem langen Militärleben gab ein gewisser Wachtmeister Schulze von der nahe gelegenen Artillerie - Schießschule Jüterbog zum Besten. Auch Wachtmeister Schulze reiste privat und in Begleitung seiner Gattin. Da wir uns alle auf das Beste verstanden, ließen wir auf Anregung des Wachtmeisters in einer nahegelegen Restauration den Abend ausklingen.

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